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Autoren im Rauschwerk-Katalog

StartBücherAutoren › Silas Mercer

Silas Mercer

Strenges Hemd, schiefe Tassen und überraschend schlechte Wortspiele.

Silas Mercer trug antike Möbel, arbeitete an einer Abendkasse und wurde auf einem Boot ungewollt zum Entscheider für alles. Dominance: The Dom's Handbook greift sein Interesse daran auf, wie Menschen Verantwortung vereinbaren, Erwartungen aussprechen und hinter einem entschlossenen Auftreten trotzdem unsicher sein können.

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1 Buch
Themen
Sexualität & Beziehungen

Biografie

Silas Mercer hat eine auffallend gepflegte Sammlung beschädigter Tassen. Die Risse sind repariert, die Henkel nicht immer gerade. Er mag Gegenstände, die sorgfältig behandelt wurden, ohne wieder wie neu aussehen zu müssen. Das passt zu einem Menschen, den Fremde oft strenger einschätzen, als seine Freunde ihn kennen. Mit schwarzem Hemd und ruhiger Stimme wirkt er schnell entschieden. Tatsächlich braucht er vor einer Restaurantbestellung so lange, dass andere ihre Speisekarten meist schon zusammengelegt haben.

Seine erste längere Arbeitsstation war ein Antiquitätenlager bei York. Silas trug Möbel, polsterte empfindliche Kanten und lernte, vor dem Anheben zu fragen, wer welches Ende übernimmt. Später zog er nach Bristol und arbeitete an der Abendkasse eines kleinen Veranstaltungsraums. Hier bekam er eine andere Seite von Regeln zu sehen: dieselben Worte konnten jemanden willkommen heißen oder unnötig kleinmachen. Ihm fiel auf, wie stark ein Tonfall darüber entschied, ob eine einfache Absprache gelang oder zum Machtspiel wurde.

Ein gemeinsam mit Freunden geplantes Wochenende auf einem gemieteten Boot blieb ihm besonders im Gedächtnis. Weil er die Buchung übernommen hatte, behandelten ihn alle plötzlich als denjenigen, der alles entscheiden sollte. Silas spielte mit, obwohl er selbst unsicher war, und wurde zunehmend gereizt. Erst beim Abendessen sprach er das Missverständnis aus. Die Erleichterung am Tisch überraschte ihn. Verantwortung anzunehmen war offenbar etwas anderes, als unausgesprochen jede Erwartung erfüllen zu wollen. Diese Unterscheidung beschäftigte ihn später weit über den Ausflug hinaus.

Eine weitere Station führte ihn nach Liverpool, wo er in einem Laden für gebrauchte Möbel arbeitete und seine ersten schiefen Tassen reparierte. Heute wohnt er wieder in Bristol. Er kocht gern für zwei oder drei Menschen, aber ungern für größere Runden. Auf Spaziergängen sucht er Hauseingänge mit ungewöhnlichen Türklinken; Fotos macht er selten, weil er sich die Orte lieber merken möchte. Wer bei ihm zu Gast ist, lernt außerdem einen überraschend albernen Gastgeber kennen, der schlechte Wortspiele mit völlig unbewegtem Gesicht vorträgt.

Dominance: The Dom's Handbook beschäftigt sich mit Führung als vereinbarter Rolle in intimen Beziehungen. Silas interessiert, was Menschen einander zutrauen, welche Erwartungen sie aussprechen und wo eine Grenze verändert werden muss. Seine eigene Spannung zwischen kontrolliertem Auftreten und innerem Zögern macht ihn für solche Unterschiede aufmerksam. Er mag klare Entscheidungen, wenn alle Beteiligten verstehen, worauf sie sich beziehen. Das Buch knüpft an diese Neugier an. Privat übt er weiterhin an der kleineren Aufgabe, rechtzeitig zu sagen, wenn er selbst gerade keine Antwort hat.

Werk & Themen

Dominance: The Dom's Handbook ist Silas Mercers englischsprachiger Titel über dominante Rollen in intimen Beziehungen. Das Thema spricht Menschen an, die Führung bewusst gestalten möchten und sich dabei für die Erwartungen beider Beteiligten interessieren. Schon vor der Lektüre lohnt sich eine persönliche Frage: Was genau meinen Sie selbst, wenn Sie sich eine dominante Rolle vorstellen?

Unsere Empfehlung richtet sich an Erwachsene, die diese Vorstellung genauer besprechen möchten. Ein Handbuch kann dabei zum Anlass werden, Begriffe und Wünsche auseinanderzuhalten. Der Wunsch nach einer klaren Entscheidung, nach einer bestimmten Atmosphäre oder nach einem vereinbarten Rollenspiel muss nicht dasselbe bedeuten. Wer den eigenen Ausgangspunkt kennt, kann die Lektüre gezielter auf relevante Fragen beziehen.

Lektüre & Zugang

Für die Lektüre interessiert uns besonders der Unterschied zwischen sichtbarer Entschiedenheit und stillschweigend übernommener Verantwortung. Eine Person kann gern den Ton angeben und trotzdem noch keine Antwort darauf haben, was das Gegenüber in dieser Rolle erwartet. Wer diese Unterscheidung mitbringt, kann das Thema genauer lesen als eine Sammlung von Eigenschaften eines vermeintlich idealen dominanten Menschen.

Auch die Frage nach Spielraum lohnt Aufmerksamkeit. Welche Entscheidung gehört für beide zur vereinbarten Rolle, was bleibt eine gemeinsame Angelegenheit? Solche Unterschiede müssen einer Fantasie ihre Anziehung nicht nehmen. Sie können sie erst persönlich machen, weil aus einer allgemeinen Vorstellung eine Situation wird, in der sich zwei unterschiedliche Menschen wiedererkennen.

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Diese Biografie ist von der Autorin oder dem Autor und den Büchern inspiriert. Persönliche Lebensstationen sind zum Schutz ihrer Identität erzählerisch erfunden.