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RAUSCHWERKVERLAG · BERLIN
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Rauschwerk Verlag · Unser Programm

Ihre Erfahrung kann ein Buch für andere werden

Sie suchen einen Verlag für persönliche Erfahrungsberichte und wissen noch nicht, wie aus Ihrem Erleben ein Buch werden soll. Bei Rauschwerk können Sie mit einer Idee, Notizen oder ersten Szenen anfragen. Wir prüfen ausgewählte Projekte gemeinsam mit Ihnen; Ihre persönliche Erzählung darf dabei im Mittelpunkt stehen.

Was Leser durch Ihre Geschichte sehen können.

Die eigene Geschichte ist Ihnen vertraut. Leser kennen die Menschen, Orte und Zusammenhänge noch nicht. Ein Buch gibt ihnen einen Zugang: zu einer Lebenssituation, einer Entscheidung, einem Konflikt oder einer Welt, die sie sonst nicht von innen erleben.

Das muss keine Lebensanleitung werden. Ein Erfahrungsbericht kann berühren, Fragen öffnen oder etwas verständlich machen. Für die Buchidee hilft eine zentrale Frage: Was soll jemand nach der Lektüre anders sehen oder besser nachvollziehen können?

Wählen Sie Ihren Ausschnitt bewusst. Erzählen Sie eine Krise, einen Berufswechsel, eine Beziehung oder eine längere Entwicklung? Was gehört dazu, und welche Erinnerungen führen vom eigentlichen Thema weg? Für das Sammeln und Ordnen finden Sie weitere Schritte unter Autobiografie schreiben.

Welche Form zu Ihrem Erleben passt.

Ein autobiografisches Buch kann einen größeren Lebensweg nachzeichnen. Ein Memoir konzentriert sich häufig auf eine bestimmte Phase oder eine zentrale Erfahrung. Ein thematischer Erfahrungsbericht folgt einer Frage und wählt dazu passende Szenen aus. Die Begriffe helfen bei der Orientierung; sie ersetzen keine Entscheidung am konkreten Text.

Sie können persönliche Erzählung und sachliche Einordnung verbinden. Dann sollte erkennbar bleiben, wann Sie selbst sprechen und wann Sie über einen größeren Zusammenhang schreiben. Es ist ebenso möglich, die Geschichte überwiegend durch Szenen und Reflexion zu erzählen. Ein Ratgeber mit allgemeinen Handlungsanweisungen ist keine Voraussetzung für eine Anfrage.

Mit konkreten Szenen beginnen.

„Diese Zeit war schwierig“ benennt ein Gefühl. Eine Szene macht eine Situation nachvollziehbar: Wo waren Sie? Was geschah? Was haben Sie wahrgenommen, getan oder gesagt? Was verstehen Sie heute anders als damals?

Sammeln Sie zunächst wenige Situationen, an denen sich Ihr Thema zeigt. Notizen, Tagebucheinträge, eigene Texte und Erinnerungen können dabei helfen. Kennzeichnen Sie, was Sie sicher wissen, was Sie ungefähr erinnern und was Sie erst klären müssten. Erfundenes sollte nicht unbemerkt als tatsächlich Erlebtes erscheinen.

Für die erste Buchvorstellung genügt eine kurze Beschreibung. Wenn wir anschließend um eine Probe bitten, kann ein kleiner vorhandener Ausschnitt hilfreicher sein als ein vollständiges ungeordnetes Archiv. Sie müssen nicht vor der Anfrage alles ausformulieren.

Über psychische Erkrankung und Berufsleben schreiben.

Wie haben Sie Ihren Berufsalltag während einer psychischen Krise erlebt? Welche Situationen, Konflikte oder Veränderungen möchten Sie erzählen? Ihre persönliche Sicht kann den Kern des Buchs bilden.

Unterscheiden Sie eigenes Erleben von allgemeinen medizinischen Aussagen; diese brauchen geeignete Quellen. Eine medizinische Begutachtung ist keine zugesagte Verlagsleistung. Wie wir redaktionell arbeiten und zusätzliche Fachprüfung vereinbaren, steht unter Redaktion und fachliche Prüfung. Für die erste Anfrage sind keine Behandlungsunterlagen nötig.

Eine mögliche Gliederung als Ausgangspunkt.

Fiktives, anonymes Beispiel einer möglichen Buchidee: Ein persönlicher Erfahrungsbericht über Borderline im Vertrieb. Das Beispiel bezieht sich auf keine konkrete Person, kein vorhandenes Buch und kein zugesagtes Projekt.

Eine erste Gliederung könnte den Stoff anhand von Situationen und einer Entwicklung ordnen:

  1. Ein Arbeitstag, an dem die Frage beginnt. Eine konkrete Szene eröffnet den persönlichen Konflikt.
  2. Wie ich in diesen Beruf kam. Die Vorgeschichte erklärt Erwartungen und Entscheidungen.
  3. Was andere sahen – und was ich erlebte. Ausgewählte Szenen aus dem Berufsalltag zeigen die eigene Perspektive.
  4. Entscheidungen und Veränderungen. Die Erzählung folgt dem, was tatsächlich geschah, ohne eine allgemeine Lösung zu versprechen.
  5. Was ich heute anders sehe. Persönliche Reflexion und offene Fragen schließen den Bogen.

Diese Gliederung ist eine Arbeitshilfe, keine Vorgabe für Menschen mit einer bestimmten Diagnose. Sie wird erst durch eine konkrete eigene Geschichte sinnvoll. Andere Erfahrungsberichte brauchen eine andere Reihenfolge oder Form.

Andere Menschen in der eigenen Geschichte.

Zur eigenen Geschichte gehören oft andere Menschen. Für die Buchvorstellung genügen neutrale Bezeichnungen wie „eine Kollegin“. Welche Personen, Zitate und fremden Materialien später im Buch erscheinen, klären wir im Projekt.

Die Zuständigkeiten für Prüfung und Freigabe werden vereinbart. Mehr dazu unter Persönlichkeitsrechte, Quellen und Freigaben.

Sechs Angaben für Ihre Buchvorstellung.

Kopieren Sie die Vorlage und ergänzen Sie, was Sie bereits wissen. Stichpunkte reichen. Ein Arbeitstitel ist optional; offene Fragen dürfen offen bleiben.

Mein Thema:
Das habe ich selbst erlebt oder kenne ich aus eigener Erfahrung:
Diese Frage oder Entwicklung steht im Mittelpunkt:
Für diese Leser könnte das Buch interessant sein:
Dieses Material liegt bereits vor:
Das möchte ich mit dem Rauschwerk-Team noch klären:

Sie können Ihre Angaben direkt über Buchidee vorstellen senden. Wie es danach weitergeht, erklärt Manuskript oder Buchidee einreichen.

Wie wir über ein gemeinsames Buch entscheiden.

Wir schauen auf die eigene Perspektive, die zentrale Frage, die vorgesehenen Leser sowie das vorhandene Material und den redaktionellen Entwicklungsbedarf. Eine persönliche oder ungewöhnliche Erfahrung führt nicht automatisch zur Aufnahme. Auch eine vorige Absage eines anderen Verlags ist keine Voraussetzung.

Bei Aufnahme erhalten Sie keine Produktionsrechnung für die vereinbarte Arbeit. Rauschwerk verdient über die vertragliche Erlösbeteiligung. Aufgaben, Rechte, Ausgaben, Freigaben und Abrechnung werden schriftlich geklärt. Die Zusammenarbeit ist von einer eigenständigen kostenpflichtigen Dienstleistung getrennt.

Mehr über die Auswahl von Buchprojekten erfahren Sie unter Welche Bücher zu Rauschwerk passen.

Fragen zu persönlichen Erfahrungsberichten.

Kann ich ohne Schreiberfahrung anfragen?

Ja. Stellen Sie Ihr Thema und Ihren Materialstand in eigenen Worten vor. Ein fertiges Manuskript und frühere Veröffentlichungen sind nicht nötig.

Muss meine Geschichte ein Ratgeber werden?

Nein. Ihre persönliche Erzählung kann im Mittelpunkt stehen. Ob und wie zusätzliche Einordnung sinnvoll ist, klären wir am konkreten Stoff.

Kann ich mehrere Lebensbereiche verbinden?

Ja. Beruf, Beziehungen, Krise oder ein besonderes Interesse können zusammengehören. Beschreiben Sie, welche Frage oder Entwicklung die Verbindung für Leser nachvollziehbar macht.

Muss ich medizinische Unterlagen einreichen?

Nein. Für die erste Einschätzung Ihrer Buchidee brauchen wir keine Behandlungsunterlagen. Beschreiben Sie Thema, Perspektive und Materialstand.

Ist die Anfrage schon eine Zusage für mein Buch?

Nein. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Wir prüfen die Passung; eine Zusammenarbeit wird erst nach Auswahl schriftlich vereinbart.

Stellen Sie uns Ihre Buchidee vor.

Worum geht es, welchen Blick bringen Sie mit und was liegt schon vor? Ein paar Sätze reichen für den Anfang. Sie brauchen kein fertiges Manuskript und keine frühere Verlagsabsage.

Die erste Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Das Rauschwerk-Team prüft, ob eine gemeinsame Entwicklung infrage kommt.