Redaktion: Rauschwerk-Team · Redaktionell überarbeitet am 21. September 2026.
A+-Inhalte ergänzen eine Amazon-Buchseite um Bilder, Texte oder Vergleiche im Bereich „Vom Verlag“. Gute A+-Inhalte beantworten Leserfragen, die nach Cover und Buchbeschreibung noch offen sind. Planen Sie deshalb zuerst die zusätzliche Information und anschließend die Gestaltung. Ein weiteres großes Coverbild allein erklärt selten, für wen ein Buch geeignet ist, wie es aufgebaut ist oder worin sich mehrere eigene Titel unterscheiden.
Die Position des A+-Bereichs auf der Detailseite kann variieren. Sie ersetzen die reguläre Buchbeschreibung nicht. KDP: A+-Inhalte. Dieser Artikel hilft Ihnen, ein kleines Projekt vorzubereiten und bei fehlender Anzeige die richtigen Stellen zu prüfen.
Beginnen Sie mit einer offenen Leserfrage
Sehen Sie sich Ihre Buchseite ohne die Perspektive des Autors an. Was kann ein Interessent bereits erkennen? Was müsste er noch wissen, um das Buch einzuordnen? Bei einem Roman kann es um Erzählton, Schauplatz und Reihenfolge gehen. Bei einem Sachbuch eher um Voraussetzungen, Aufbau oder ein anschauliches Anwendungsbeispiel.
Schreiben Sie drei Fragen auf und beantworten Sie jede zunächst in wenigen schlichten Sätzen. Wenn Sie nur werbliche Adjektive notieren, ist die Antwort noch nicht konkret genug. „Übersichtlich und praxisnah“ lässt offen, wie die Seiten aussehen. „Jedes Kapitel verbindet eine Erklärung mit einer ausgefüllten Beispielseite und einer eigenen Aufgabe“ beschreibt einen überprüfbaren Aufbau, sofern das Buch tatsächlich so gestaltet ist.
Prüfen Sie dann den Klappentext. Wiederholen Ihre geplanten A+-Absätze bloß dieselben Sätze, suchen Sie nach einem zusätzlichen Einblick. Ein aussagekräftiger Ausschnitt, ein verständlicher Vergleich eigener Bücher oder eine kurze Erklärung des Aufbaus kann einen anderen Zweck erfüllen als die vorhandene Inhaltsbeschreibung.
Ein Modulplan vor der Bildgestaltung
Entscheiden Sie für jeden Abschnitt, welche Aussage im Mittelpunkt steht und welches Material sie trägt. Sammeln Sie den tatsächlichen Text oder Bildausschnitt, bevor Sie eine grafische Vorlage befüllen. So vermeiden Sie, dass am Ende eine dekorative Fläche mit beliebiger Werbesprache gefüllt wird.
Fiktives Beispiel: Für den erfundenen Ratgeber „Ein Garten auf zwölf Quadratmetern“ soll A+ drei Fragen klären. Das Buch enthält in diesem Beispiel Pflanzpläne, eine Materialübersicht und ein ausgefülltes Beetprotokoll. Der Arbeitsplan könnte so aussehen:
| Leserfrage | Geplanter Abschnitt | Benötigtes Material | Abnahmefrage |
|---|---|---|---|
| Für welche Ausgangslage ist das Buch gedacht? | Kurze Einordnung kleiner Gartenflächen | Zutreffender Text zu Voraussetzungen | Erkennt der Leser, ob sein Vorhaben passt? |
| Wie sieht eine Erklärung im Buch aus? | Ein konkreter Seitenausschnitt | Tatsächliche Beispielseite mit lesbarer Beschriftung | Ist mehr zu erkennen als eine winzige Doppelseite? |
| Wie arbeitet man mit dem Buch? | Abfolge von Planen, Eintragen und Prüfen | Drei sachliche Erläuterungen | Sind die Schritte im Buch wirklich vorhanden? |
Der Plan ist bewusst klein. Sie müssen nicht jede mögliche Modulfläche belegen. Wenn ein Abschnitt keinen zusätzlichen Einblick bietet, streichen Sie ihn vor der Gestaltung. Das ist einfacher, als später eine aufwendig erstellte Grafik gegen ihren geringen Informationswert zu verteidigen.
Ein Textbeispiel, das etwas zeigt
Für das fiktive Buch wäre folgende Fassung denkbar: „Der Beispielgarten wird vom ersten Flächenplan bis zum ausgefüllten Beetprotokoll begleitet. Sie sehen, welche Angaben für Licht, Wege und Pflanzabstände benötigt werden und wie sie in eine gemeinsame Übersicht eingehen.“ Diese Formulierung behauptet keinen garantierten Gartenerfolg. Sie beschreibt, welche Erklärung der Leser erhält.
Schwächer wäre: „Die ultimative Lösung für jeden Garten – mit diesem einzigartigen System gelingt alles.“ Der Satz hilft kaum bei der Einordnung und verspricht mehr, als das Beispiel tragen kann. Die Verbesserung besteht nicht darin, „ultimativ“ durch „professionell“ zu ersetzen. Sie besteht in der sichtbaren Verbindung zwischen Buchinhalt und Leseraufgabe.
Bei einem Roman könnte der zusätzliche Einblick anders aussehen: eine kurze Darstellung der Erzählperspektive, der Ausgangssituation und der Verbindung zu weiteren Bänden. Vermeiden Sie dabei entscheidende Auflösungen. Lassen Sie eine Person ohne Kenntnis des Manuskripts sagen, welchen Leseeindruck die Inhalte vermitteln. Ihre Antwort zeigt, ob Text und Bild dieselbe Erwartung erzeugen.
Wichtige Grenzen für Texte und Bilder
Die A+-Richtlinien schließen unter anderem Preis- und Rabattangaben, direkte Kaufaufforderungen, Kundenrezensionen, persönliche Kontaktdaten und QR-Barcodes aus. Vergleiche dürfen nicht gegen Wettbewerber gerichtet sein; Vergleichstabellen sind für andere Bücher im eigenen KDP-Konto vorgesehen. Für verwendete Texte und Bilder müssen die erforderlichen Rechte vorliegen. KDP: A+-Inhaltsrichtlinien.
Entfernen Sie solche Bestandteile bereits aus dem Briefing für die Gestaltung. Eine Grafik mit eingebautem Rabatttext ist später schwerer zu pflegen als ein von Beginn an sachlicher Einblick. Übernehmen Sie auch keine Bewertung einfach deshalb, weil sie öffentlich unter Ihrem Buch steht. Prüfen Sie zuerst, welche Art von Aussage Sie verwenden dürfen.
Alt-Texte sollen Bilder sinnvoll beschreiben. Kleine, auf Mobilgeräten unlesbare Schrift und unscharfe Bilder sind ebenfalls problematisch. Die Richtlinien nennen für Bilddateien JPG, BMP oder PNG im RGB-Farbraum und weniger als zwei Megabyte pro Datei. Maßgeblich sind zusätzlich die Vorgaben des gewählten Moduls. KDP: Bild- und Textformatierung.
Unsere redaktionelle Empfehlung: Stellen Sie wichtige Erläuterungen möglichst als lesbaren Modultext bereit und benutzen Sie Bilder für den tatsächlichen Einblick. Eine ganze Buchseite in einer kleinen Grafik kann authentisch sein und trotzdem ihre Aufgabe verfehlen, wenn niemand die relevante Stelle lesen kann.
Projekt, Shop, Sprache und ASIN bewusst zuordnen
Der Einstieg erfolgt über die KDP-Marketingseite und den A+-Inhaltsmanager des ausgewählten Shops. Sie erstellen die Inhalte, wählen die Sprache, ordnen passende ASINs aus Ihrem KDP-Konto zu und reichen das Projekt zur Genehmigung ein. Vorher steht eine Desktop- und Mobilvorschau zur Verfügung. KDP: A+-Inhalte erstellen.
Führen Sie eine kurze Zuordnungsliste: Projektname, Shop, Sprache, Buchausgabe und ASIN. Verwenden Sie einen eindeutigen internen Namen wie „Gartenratgeber DE – Aufbau und Beispielseiten“. So lässt sich das Projekt später wiederfinden, auch wenn Sie ähnliche Inhalte für weitere Bücher vorbereiten.
Kontrollieren Sie jede zugeordnete Ausgabe inhaltlich. Zeigt das Modul eine farbige Beispielseite, die betreffende Ausgabe enthält aber nur Schwarz-Weiß-Abbildungen, entsteht eine falsche Erwartung. Ein gemeinsames Projekt ist nur dann hilfreich, wenn seine Aussagen zu allen ausgewählten Ausgaben passen. Der geringere Pflegeaufwand rechtfertigt keine ungenaue Darstellung.
A+ ist im Manager vorhanden, aber auf Amazon nicht sichtbar
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme statt mit einer vollständigen Neuanlage. Öffnen Sie das vorhandene Projekt und erfassen Sie den angezeigten Status, die zugeordneten ASINs sowie Shop und Sprache. Prüfen Sie anschließend genau die öffentliche Produktseite, auf die Sie die Inhalte beziehen.
A+-Inhalte werden für die jeweiligen Shops veröffentlicht. Eine automatisch in einen anderen Shop kopierte Fassung kann zunächst nur ein Entwurf sein; auch die gewählte Sprache beeinflusst die Anzeige. KDP: Shops und Sprachzuordnung. Ein vorhandenes Projekt im Manager ist deshalb noch kein vollständiger Nachweis der öffentlichen Veröffentlichung an jedem gewünschten Ort.
KDP nennt für regelkonforme Inhalte gewöhnlich bis zu acht Werktage und weist auf mögliche längere Prüfungen in stark ausgelasteten Zeiten hin. KDP: Prüfung und Veröffentlichung. Halten Sie das tatsächliche Einreichungsdatum fest. Bei einer Ablehnung gehen Sie den konkreten Hinweis durch, statt alle Bilder vorsorglich auszutauschen.
Wenn der Status und die öffentliche Beobachtung nicht zusammenpassen, bereiten Sie eine Anfrage mit Inhaltsname, Shop, Sprache, ASIN, Einreichungsdatum und Produktlink vor. Ergänzen Sie den sichtbaren Status und beschreiben Sie, wo die Anzeige fehlt. Damit kann der Support den Fall nachvollziehen, ohne zuerst aus mehreren unsortierten Screenshots das betroffene Projekt bestimmen zu müssen.
Die mobile Abnahme
Betrachten Sie den Entwurf in der Mobilvorschau als zusammenhängende Leserstrecke. Beginnt jeder Abschnitt mit einer verständlichen Aussage? Bleibt die entscheidende Stelle im Seitenausschnitt erkennbar? Folgen die Bilder in einer sinnvollen Reihenfolge? Kann ein Interessent die Kerninformation erfassen, ohne die Darstellung gedanklich vergrößern zu müssen?
Lassen Sie eine zweite Person drei Dinge wiedergeben: Für wen ist das Buch gedacht? Was zeigt das Beispiel? Was unterscheidet die dargestellten eigenen Titel? Fehlt eine Antwort, ergänzen Sie gezielt die betreffende Information. Noch mehr Text in derselben kleinen Grafik kann das Problem verschärfen.
Prüfen Sie nach der Veröffentlichung erneut die normale öffentliche Seite. Speichern Sie nicht nur die Ausgangsbilder, sondern auch den Modultext und Ihre Zuordnungsliste. Wenn später eine neue Ausgabe erscheint, können Sie damit systematisch kontrollieren, welche Aussagen noch passen.
Den Nutzen ehrlich einordnen
Ein genehmigtes A+-Projekt belegt zunächst, dass zusätzliche Inhalte veröffentlicht wurden. Ob dadurch mehr passende Leser kaufen, ist eine andere Frage. Notieren Sie Änderungen mit Datum und verändern Sie nicht gleichzeitig jede Komponente der Buchseite, wenn Sie Entwicklungen später verstehen möchten.
Der unmittelbar überprüfbare Gewinn ist oft einfacher: Die Seite erklärt Aufbau, Ausgabe oder Reihenfolge deutlicher. Ordnen Sie A+ deshalb in Ihren Buchmarketing-Plan ein. Beginnen Sie mit einer echten offenen Leserfrage und beenden Sie die Arbeit mit einer überprüften öffentlichen Darstellung.
Häufige Fragen
Brauche ich A+ für jedes einzelne Buch?
Überlegen Sie zuerst, welche zusätzliche Frage Sie beantworten können. Wenn die vorhandene Seite bereits verständlich ist und Ihnen kein sinnvoller zusätzlicher Einblick vorliegt, sollten Sie das Projekt nicht nur der Vollständigkeit halber beginnen. Ein kleiner, konkreter Abschnitt ist hilfreicher als wiederholte Werbesätze.
Kann ich denselben Entwurf für mehrere Ausgaben verwenden?
Prüfen Sie jede Aussage und jedes Bild gegen die betreffende Ausgabe. Unterschiede bei Farbe, Aufbau oder Zusatzmaterial können getrennte Fassungen sinnvoll machen. Ihre interne Zuordnungsliste verhindert, dass ein späteres Update unbemerkt nicht mehr zu allen Ausgaben passt.
Was mache ich nach einer Ablehnung?
Ordnen Sie den Hinweis dem betroffenen Text, Bild oder Modul zu. Halten Sie die korrigierte Stelle fest und vergleichen Sie die neue Fassung mit den aktuellen Richtlinien. Wenn der Grund unklar bleibt, fragen Sie zum konkreten Befund nach, statt unverändert mehrfach einzureichen.
Welche Unterlagen helfen bei einer Zusammenarbeit am Buch?
Ein Modulplan, tatsächliche Buchauszüge und eine Liste der offenen Leserfragen sind ein brauchbarer Anfang. Für eine mögliche Verlagszusammenarbeit können Sie dem Rauschwerk-Team Ihre Buchidee und den Materialstand vorstellen. Die kostenlose Anfrage enthält keine automatische Zusage für Gestaltung oder Betreuung einer bestehenden Amazon-Seite.