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Normseiten-Rechner — Text einfügen, Normseiten ablesen

Stand 2026-08-22 · Aus der Praxis von 150+ eigenen Veröffentlichungen


Eine Normseite ist die Abrechnungseinheit des Verlagsbetriebs: 30 Zeilen zu je 60 Anschlägen, pauschal mit 1.800 Zeichen einschliesslich Leerzeichen angesetzt. Sie misst nicht, wie eine Seite aussieht, sondern wie viel Text sie traegt — deshalb rechnen Lektorate, Übersetzungen und Honorare in Normseiten und nicht in Druckseiten. Dieser Rechner nimmt Ihren Text direkt entgegen und zeigt beide Zählweisen nebeneinander, weil sie auseinanderlaufen und genau daraus die meisten Missverständnisse entstehen. Der Text bleibt dabei im Browser: keine Übertragung, kein Server, kein Speichern.

Warum 30 mal 60 nicht 1.800 ergibt

Rechnerisch ergäben 30 Zeilen zu 60 Anschlägen exakt 1.800 Zeichen — praktisch nie. Denn eine Zeile Fließtext endet dort, wo das naechste Wort nicht mehr passt, und der letzte Absatzumbruch lässt eine Zeile oft halb leer stehen. Real gefuellte Manuskriptzeilen tragen im Schnitt eher 50 bis 55 Anschläge. Wer nach Zeilen zählt, kommt deshalb auf spürbar mehr Normseiten als wer den Zeichenstand durch 1.800 teilt — bei dialogreicher Prosa mit vielen kurzen Absaetzen beträgt der Unterschied leicht ein Viertel. Beide Zahlen sind korrekt, sie messen nur Verschiedenes: die Zeilenzählung den beanspruchten Platz, die Zeichenzählung die reine Textmenge.

Praktisch heisst das: Der Auftraggeber rechnet meist mit Zeichen, der Auftragnehmer meist mit Zeilen, und beide halten ihre Zahl für selbstverständlich. Deshalb steht hier beides nebeneinander. Vor jedem Lektorats-, Übersetzungs- oder Ghostwriting-Auftrag gehört die Basis schriftlich fest: Zeichen oder Zeilen, mit oder ohne Leerzeichen, 1.500, 1.650 oder 1.800. Diese vier Angaben entscheiden über den Rechnungsbetrag mehr als der Satz je Seite.

Was dieser Rechner nicht kann

Er misst Text, keine Formatierung. Fußnoten, Tabellen, Bildunterschriften und Verzeichnisse zählen hier als gewöhnlicher Text mit, obwohl viele Verträge sie gesondert behandeln. Auch ersetzt die Normseite keine Druckseite: Wie viele Seiten Ihr Buch am Ende hat, entscheidet der Satz, nicht die Normseite. Und wer eine formatierte Normseiten-Vorlage für die Einreichung bei einem Verlag braucht, braucht ein Dokument in Courier New, nicht diese Zahl — der Rechner beantwortet die Frage nach dem Umfang, nicht die nach dem Layout.

Vom Konzept bis zum Handel: vier Stufen, offene Preise.

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Häufige Fragen

Wie viele Zeichen hat eine Normseite?

Pauschal 1.800 Zeichen einschliesslich Leerzeichen, hergeleitet aus 30 Zeilen zu 60 Anschlägen. In Lektoratsvertraegen sind auch 1.500 Zeichen üblich, bei Übersetzungen 1.650 — welche Basis gilt, ist Verhandlungssache und gehört vor Auftragsbeginn in den Vertrag.

Wie viele Wörter sind eine Normseite?

Etwa 250 bis 300 Wörter, je nach durchschnittlicher Wortlänge. Deutsche Sachtexte mit langen Komposita liegen eher bei 250, dialogreiche Prosa eher bei 300. Die Wortzahl ist deshalb nur ein Näherungswert; abgerechnet wird über Zeichen oder Zeilen.

Warum zeigt der Rechner zwei verschiedene Ergebnisse?

Weil beide Zählweisen in der Branche gebräuchlich sind und auseinanderlaufen: Die Zeilenzählung rechnet angebrochene Zeilen voll, die Zeichenzählung nicht. Bei vielen kurzen Absaetzen kann der Unterschied ein Viertel betragen — genau darum steht hier beides.

Verlässt mein Text diese Seite?

Nein. Die Auswertung läuft vollstaendig im Browser, es wird nichts hochgeladen, gespeichert oder an Dritte gesendet. Sie können die Seite auch offline verwenden, sobald sie einmal geladen ist.

Ist die Normseite dasselbe wie eine Buchseite?

Nein. Die Normseite misst Textmenge zur Abrechnung, die Buchseite entsteht erst im Satz und hängt an Format, Schriftgrad und Durchschuss. Ein Manuskript mit 200 Normseiten kann als Taschenbuch 160 oder 260 Seiten ergeben.


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